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Nachtrag zum Muttertag - warum uns Mutterschaft oft emotional triggert

Muttertag wird häufig mit Dankbarkeit, Liebe und Harmonie verbunden.Doch für viele Frauen löst Mutterschaft auch tiefe emotionale Trigger aus.

Denn Mutter zu werden bedeutet oft nicht nur, ein Kind zu begleiten.Sondern auch, der eigenen Geschichte zu begegnen.

Vor Kurzem habe ich einen Artikel in Psychologie Heute zum Thema „Die innere Mutter“ gelesen.Darin geht es um die innere Stimme, die uns entweder liebevoll begleitet – oder kritisch bewertet.

Gerade in der Mutterschaft wird diese „innere Mutter“ oft besonders laut.


Warum Mutterschaft so viele Trigger auslösen kann


Viele Mütter erleben Situationen mit ihren Kindern, die sie emotional stark berühren:


  • Überforderung

  • Schuldgefühle

  • Wut

  • Hilflosigkeit

  • Erschöpfung

  • das Gefühl, keine gute Mutter zu sein


Oft glauben Frauen dann, sie würden versagen.


Doch häufig geht es nicht darum, dass sie schlechte Mütter sind.Sondern darum, dass alte Erfahrungen aktiviert werden.

Denn unsere Kinder berühren oft genau die Anteile in uns, die selbst einmal verletzt wurden.

Das können Erfahrungen aus der eigenen Kindheit sein:


  • fehlende emotionale Sicherheit

  • Kritik

  • emotionale Distanz

  • das Gefühl, nicht gesehen worden zu sein

  • Leistungsdruck

  • fehlender Raum für Gefühle


Diese Erfahrungen verschwinden nicht einfach. Sie leben häufig unbewusst weiter – und zeigen sich besonders intensiv in der eigenen Mutterschaft.


Die innere Mutter und das innere Kind


Die Psychologie spricht häufig von der „inneren Mutter“ oder auch vom „inneren Kind“.

Die innere Mutter beschreibt die Art, wie wir heute mit uns selbst sprechen:


  • liebevoll oder hart

  • verständnisvoll oder kritisch

  • mit Mitgefühl oder mit Druck


Viele Frauen tragen eine sehr strenge innere Stimme in sich.Besonders dann, wenn sie selbst wenig emotionale Sicherheit erlebt haben.

Deshalb geraten viele Mütter heute unter enormen Druck.

Sie möchten alles richtig machen.Geduldig sein. Nie laut werden. Immer emotional reguliert reagieren.

Doch genau dieser Anspruch führt häufig zu noch mehr Stress und Schuldgefühlen.


Kinder brauchen keine perfekten Mütter - auch nicht am Muttertag


In meiner Arbeit glaube ich nicht an perfekte Mutterschaft oder Selbstoptimierung.

Kinder brauchen keine perfekten Mütter. Sie brauchen echte Menschen.

Menschen, die bereit sind hinzuschauen. Die Verantwortung übernehmen.Die Gefühle zulassen dürfen. Und die lernen, sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen.

Denn bewusste Mutterschaft bedeutet nicht, nie Fehler zu machen.

Sondern die eigenen Trigger besser zu verstehen.


Heilung beginnt oft mit Selbstmitgefühl


Viele emotionale Trigger in der Mutterschaft entstehen dort, wo alte Verletzungen berührt werden.

Vielleicht reagiert in diesen Momenten nicht nur die erwachsene Frau in uns. Sondern auch ein verletzter Anteil, der selbst einmal Kind war.

Deshalb beginnt Veränderung oft nicht mit Kontrolle. Sondern mit Verständnis.

Mit der Fähigkeit, sich selbst liebevoll zu begegnen.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft zum Muttertag:

Nicht perfekt zu sein. Sondern bereit zu sein, sich selbst ehrlich zu begegnen.


Sandra Elgeti Portrait

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